Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Stadtgespräche 2012

Ringveranstaltung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund
Moderation: Heike Mund (Journalistik, TU Dortmund)

Stadtgespraeche

Die Deutschen ein kriegsliebendes Volk – dieses Vorurteil mag es hier und da noch geben. Seit dem 8. Mai 1945 fehlt ihm jedoch der sachliche Anknüpfungspunkt, der zu Vorurteilen gehört. Niemals hat eine Generation eine so lange Friedenszeit erlebt wie die nach 1945 geborenen Deutschen. Kaum ein anderes Land, in dessen Alltag das Militär eine so geringe Rolle spielt.

Dahinter verbergen sich auch Probleme. Seitdem Deutschland 1990 souverän geworden ist, hat sich die faktische Situation verändert. Soldaten der Bundeswehr sind heute in aller Welt an Militäreinsätzen beteiligt, die wir kaum Kriege zu nennen wagen. Und bei den Bildern von fahnenbedeckten Särgen im Fernsehen schauen wir weg.

Hinter dieser Scheu verbirgt sich eine Unsicherheit, die auf Erfahrungsarmut beruht. Sollten Freiwillige nicht besser aufgeklärt werden, dass sie mit einem Kriegseinsatz rechnen müssen? Was bedeuten Kriege für den Alltag? Wie lassen sie sich verhindern oder frühzeitig beenden? Wie verhält man sich, wenn man daran beteiligt ist? Die Stadtgespräche 2012 diskutieren solche Fragen: Geschichte als Experimentierfeld, um für die Gegenwart zu lernen. Besonderes Augenmerk gilt der Erinnerung an Kriege in Museen und Gedenkstätten.                                                                           
                                                                                                                                                                               Termine und weitere Informationen