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Petra-Meurer-Preis zum ersten Mal verliehen

Am Montag, dem 4. Juli, wurde im Theater im Depot zum ersten Mal der Petra-Meurer-Preis verliehen. Ein Jahr nach dem plötzlichen Tod der engagierten und geschätzten Mitarbeiterin des Instituts für deutsche Sprache und Literatur konnte so ihre Arbeit geehrt und in ihrem Sinne fortgesetzt werden. Die drei von der Jury prämierten Preisträger präsentierten sich am Montag Abend vor rund 100 Gästen. Allen voran das freie Theater Lebendich, das sich mit dem Film "Der Erde eine Stimme geben" unter insgesamt 15 eingereichten Bewerbungen durchsetzen konnte.

Petra-Meurer-Preis_klein

Der von dem Künstler Willbee erstellte Kurzfilm, der unmittelbar nach der Katastrophe in Fukushima entstand, zeigt nicht nur den Einsatz für und von den Jugendlichen, den das Theater Lebendich leistet, sondern auch die Offenheit, den Mut und die Verantwortung, auf Dinge, die in der Welt passieren, zu reagieren. Aus Briefen, von der Erde an die Menschheit von Jugendlichen geschrieben, wird deutlich, wie ihre Antworten auf eine Umweltkatastrophe wie Fukushima sind. Das Theater Lebendich wurde ausgezeichnet für eine Arbeit, die  Jugendlichen und Kindern ermöglicht, sich selbst eine Stimme zu geben.

Den zweiten Platz belegte die Theaterwerkstatt des Westfalenkollegs, die für ihre Arbeit u.a. an dem Stück "Bad or Mad" ausgezeichnet wurde. Als Kostprobe ihres Schaffens gab es für die Zuschauer die letzten zehn Minuten des Stücks, in dessen Zentrum ein gewisser WG-Neurotiker namens Dieter steht. Das Ensemble überraschte das Publikum mit einer Mischung aus Tanz, Performance, Gesang und Schauspiel.

Den dritten Platz belegte die literarische Inszenierung "Der literarische Spielplatz", die aus den Dortmunder Autoren Barbara Wilkes, Lukazs Kuboszewski, Murat Kayi und Rainer Holl besteht. Die vier verbinden in ihrem Bühnenprogramm Elemente herkömmlicher Lesungen mit der Dynamik von Poetry Slams und der Energie des Theaters. Beim literarischen Spielplatz sitzt man nicht nur still herum und hört zu, sondern das Publikum selbst wird aufgefordert mitzumachen. Es wandern Schreibmaschinen durch das Publikum und Wörter fliegen durch die Gegend.

Dank der Unterstützung durch die DEW, die auch den Raum im Depot zur Verfügung stellte, wird der Petra-Meurer-Preis auch im nächsten Jahr verliehen werden können. Es wird also weiter gehen mit spannenden Projekten der freien Szene, mit neuen Konzepten und hoffentlich vielen aufregenden Inszenierungen. Ganz im Sinne Petra Meurers.