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Mitarbeiter des Instituts für Journalistik erforschen "GuttenPlag-Wiki"

Max Ruppert und Julius Reimer vom Institut für Journalistik haben die Diskussion um die Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg wissenschaftlich genutzt und veröffentlichen nun ihre Untersuchungsergebnisse zum "GuttenPlag-Wiki" in einem Fachmagazin.

GuttenPlag Ende Februar beherrschte ein Thema die deutsche Berichterstattung: die Plagiatsaffäre um den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Als Quelle für die sich mit jedem Tag ausweitenden Vorwürfe wurde dabei von sämtlichen Medien das "GuttenPlag-Wiki" herangezogen: eine kollaborative Website, auf der Freiwillige die von ihnen gefundenen mutmaßlichen Plagiatsstellen in Guttenbergs Dissertation dokumentierten. Dabei kamen sämtliche Redaktionen dem Wunsch der Initiatoren des Wikis nach und wahrten deren Anonymität. Und auch die vielen freiwilligen Helfer auf der Website blieben im Schatten ihrer Nicknames ebenso unbekannt wie ihre Motive geheim - und das obwohl schon zu Beginn der Affäre der Verdacht aufkam, es handele sich bei den Vorwürfen um eine Kampagne des politischen Gegners gegen Guttenberg.

 

Erstmals ein genaueres Bild des anonymen Schwarms gezeichnet

 

In der heißen Phase von "GuttenPlag" hatte Max Ruppert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik, die Idee, auf der Wiki-Plattform eine Online-Umfrage unter den GuttenPlaggern durchzuführen, die innerhalb von 48 Stunden über 1.000 auswertbare Datensätze hervorbrachte, die - statistisch ausgewertet - erstmals ein genaueres Bild des anonymen Schwarms der Plagiate-Jäger, seiner Motivation und auch seiner politischen Orientierung zeichnet.

 

Die Ergebnisse dieser Auswertung sind ein Teil eines Artikels von Max Ruppert und Julius Reimer, der ab 1. April in der nächsten Ausgabe des Fachmagazins "journalist" zu lesen sein wird und auch anhand von Beispielen aus den Redaktionen des "Spiegel" und der "Tagesschau" aufzeigt, mit welchen Strategien Journalisten die Risiken von Phänomenen wie Wiki-Journalismus und Crowdsourcing minimieren und ihre Chancen nutzen wollen.



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44221 Dortmund

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