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Ars legendi-Preis: Bedeutendster Hochschullehrer-Preis geht 2010 an Walter Grünzweig

Der Dortmunder Amerikanist Walter Grünzweig erhält mit dem Ars legendi-Preis dieses Jahr eine der wichtigsten Auszeichnungen für exzellente Hochschullehre. Mit der Auszeichnung würdigen der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz die Leistungen des Professors für amerikanische Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dortmund vor allem in der interkulturellen Lehre.

Walter Grünzweig sieht in der Internationalisierung der Universitäten eine große Chance – vor allem für die Lehre. Dabei geht es ihm nicht bloß um eine Intensivierung des Studierendenaustausches, sondern um die Internationalisierung der Seminare und Hörsäle als wichtiges Qualitätsmerkmal exzellenter Hochschullehre.

 

Vor fünfzehn Jahren begannen Walter Grünzweig und seine Mitarbeiterinnen mit Lehrveranstaltungen, in denen Dortmunder und ausländische Studierende in gemeinsamen Seminaren lernen. Inzwischen sind diese „Intercultural Classrooms“ Markenzeichen für die Lehre in der Dortmunder Amerikanistik. In Veranstaltungen wie „Der Ethno-Krimi in der deutschen und der amerikanischen Literatur“ oder „HipHop im transatlantischen Kontext“ lernen Studierende mit und von einander und erarbeiten gemeinsame Projekte. „Wissenschaft ist eingebettet in kulturelle Kontexte“, so Walter Grünzweig, „und unterschiedliche kulturelle Hintergründe der Studierenden sind wichtige Ressourcen für die universitäre Lehre.“ Er versteht den Preis als Auszeichnung für das gesamte Team der Amerikanistik, besonders aber für seine überdurchschnittlich engagierten Studierenden.

 

Begeisterung und Engagement der Studierenden

 

Vorgeschlagen wurde Walter Grünzweig von den Fachschaften Englisch und Sprachkultur seiner Fakultät. „Sein Enthusiasmus für die Amerikanistik, insbesondere aber für interkulturelle Konstellationen und Zusammenhänge, ist für viele von uns entscheidend gewesen, uns für das Fach zu begeistern und zu engagieren“, heißt es in der Nominierung der Studierenden. Der Preis, gestiftet von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, wurde in diesem Jahr im Bereich der Geisteswissenschaften vergeben. Er wird am 10. Mai 2010 im Rahmen der Jahresversammlung der HRK in Berlin verliehen.

 

Walter Grünzweig ist seit 2008 Prorektor für Studium an der Technischen Universität Dortmund. In dieser Position versucht er, in Zusammenarbeit mit dem Hochschuldidaktischen Zentrum die an seiner Fakultät gewonnenen Erfahrungen für die Lehre an der Dortmunder Universität insgesamt zu nutzen – etwa in einem sprachpraktisch-kulturwissenschaftlichen Seminar für Studierende des Maschinenbau in englischer Sprache, in dem US-amerikanische Austauschstudierende als Tutorinnen und Tutoren arbeiten.

 

Rektorin Ursula Gather betont die Bedeutung des Preises für die TU Dortmund: „Die Technische Universität Dortmund hat mit ihren starken kultur- und sozialwissenschaftlichen Anteilen ein einzigartiges interdisziplinäres Profil. Internationale und interkulturelle Lehrkonzepte sind eine wesentliche Perspektive unserer Universität. Vor kurzem haben wir unser Internationales Begegnungszentrum eröffnet. Wir leben Internationalität.“

 

Zur Person:

Walter Grünzweig erhielt seinen Bachelor of Arts von der Ohio University. Er promovierte und habilitierte an der Karl-Franzens-Universität Graz und  lehrt seit 1994 in Dortmund. Gastprofessuren führten ihn nach Slowenien, Italien, in den Senegal und an verschiedene deutsche und U.S.-amerikanische Universitäten. Er ist seit 25 Jahren Adjunct Professor an der University of Pennsylvania sowie der State University of New York at Binghamton. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen in den transatlantischen Literatur- und Kulturbeziehungen und dem internationalen Bildungsaustausch.